Training im Wald

Wer am vergangenen Montagabend durch das Angertal lief, hätte Schlimmstes vermuten können. Ein Dutzend Männer und Frauen, zwischen zwanzig und siebzig Jahren attackierten sich gegenseitig. Doch es handelte sich nicht um einen gefährlichen Überfall, sondern um ein realitätsnahes Training der Jiu Jitsu Abteilung des TV Hösel unter Leitung von Thomas Draganski, Träger des 7. Dan und Benedikt Meinhardt, Träger des 3. Dan.

 Jiu Jitsu ist eine fernöstliche Kampfsportart, die gut ist für die allgemeine Fitness und Beweglichkeit. Aber, so betont Meinhardt, Jiu Jitsu ist auch ein wirkungsvolles Selbstverteidigungssystem, das von Militär und Polizei in aller Welt eingesetzt wird. Hierbei werden Techniken gerlernt, die dazu dienen verschiedene Angriffe abzuwehren und den Gegner kampfunfähig zu machen. Körpergröße und Stärke des Jiu Jitsuka sind dabei nicht von Bedeutung. Vielmehr geht es um einwandfreie Techniken, wie Meinhardt betont. Diese Techniken trainieren wir normalerweise in der hellen und beheizten Sporthalle in unserem Gi, dem weißen Judoanzug, so Meinhardt. Doch in der Realität werden wir eher im Dunklen angegriffen und der Gegner trägt dabei Straßenkleidung. Darum, so Meinhardt, trainieren wir ab und zu auch mal draußen. Den Teilnehmern scheint es jedenfalls großen Spaß gemacht zu haben. Nassgeschwitzt, schmutzig aber lachend, war das unkonventionelle Training nach knapp 2 Stunden beendet.

 

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